Wie man leben soll

Wie versprochen werde hier meinen ersten Text veröfftlichen.

Der Text entand in dem Deutschunterricht und war der, der meinen Lehrer überzeugt hatte( wie im ersten Blog erwähnt).

Ich hatte einen einfachen Intuitionsfluss, als er uns als Thema "Wie man leben soll" gab.

Also wünsche ich euch Viel Spass beim lesen.

 

Wie man leben soll

Mark Litvak 27.09.2010

Man wird älter. Man wird größer.

Man wird stärker. Man wird älter.

Man will etwas erleben. Man will Erfahrungen sammeln.

Man will Menschen kennen lernen. Doch wie?

 

Man stelle sich das Leben als Reise zur Spitze eines Berges vor.

Gibt es einen einzelnen Weg die Spitze zu erreichen?

Wie viele Wege gibt es?

Gibt es einfache und schwierige Wege?

Gibt es richtige und falsche Wege?

Gibt es schnelle und langsame Wege?

Wer beurteilt ob ein Weg einfach, richtig, schnell oder schwierig, falsch und langsam ist?

Wie beurteilt man das? Wonach beurteilt man das?

Ich denke, es gibt nur einen Weg, der all diese Eigenschaften zugleich hat.

Den eigenen. Das eigene Ziel. Der eigene Weg zum Ziel.

 

Man macht sicherlich Umwege, um ans Ziel zu kommen, doch der Weg soll im Vordergrund stehen.

Es geht auch nicht darum wie lange man braucht. Man kann Tage, Wochen, Monate, Jahre oder sogar sein ganzes Leben brauchen, doch das ist nicht relevant.

Man wird auch stehen bleiben, fallen oder sogar zurückfallen.

Doch man darf nicht liegen bleiben. Man muss aufstehen und weitergehen, egal wie oft man fällt oder stehen bleibt.

Man muss an die Spitze denken, ob man sie bereits sehen kann oder auch nicht.

Denn Wege gibt es viele, doch nur eine Spitze.

 

Man darf keinen Fall oder Umweg bereuen, der er ist Teil des Weges.

Der Weg ist man selbst, oder man selbst ist der Weg.

Man kann eine Route festlegen, oder blind dem Herzen folgen.

Man kann sich eine Karte zur Hilfe nehmen oder sich nach Gelegenheiten richten.

Man kann auch einige Schritte gemeinsam mit anderen gehen, oder sich sogar eine eigene Straße pflastern.

 

Wichtig ist nur, dass man den eigenen Weg geht.

Ist man dann eines Tages am Ziel, hat man eine eigene Geschichte die man erzählen kann,

oder die einem erzählt wird.

Wichtig war dann nur, dass man den eigenen Weg gegangen ist.

 

Focus on.

 

Ps: Bitte abboniert meinen Blog und gebt mir Kritik, ich freue mich über jeden Abonenten und jedes Kommentar. 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar 22.10.10 20:00, kommentieren

Utopie

Heute war Prüfungstag.

Ich war nervös, aufgeregt und angespannt. Doch es war nicht mein Prüfungstag.

Ich erwähnte in meinem letzten Blog, den Kurs am bfi, den ich abgebrochen hatte um meine Prüfung früher machen zu können.

Heute war der reguläre Prüfungstermin für die verbleibenden Teilnehmer. Meine Ex-Kollegen.

Wir haben damals knapp 40 Stunden die Woche miteinander verbracht. Mehr als mit unseren Freunden, Familien, Bekannten.

Ich wäre am liebsten dabei gewesen, aber ich hatte heute Englisch. Nach meinem Kurs bin ich sofort mit meiner ehemaligen Grupe in Kontakt getreten, und habe erfahren, dass alle die Prüfung bestanden hatten. Ich habe mich mehr gefreut als damals bei meiner eigenen.

Meine Gruppe war zur Feier der Erfolge in ein Lokal gegangen und ich wollte dazukommen. Als ich in der Nähe war begann ich zu laufen. Ich weiss nicht warum. Aber ich lief. Ich stellte mir vor, wie sie alle glücklich an einem großen Tisch versammelt sitzen, und essen, trinken, reden, feiern und sich freuen. 

In der Gruppe gab es immer Differenzen.

Aber die gibt es doch immer?

Wer kennt das nicht? Man geht auf ein Familienfest, und sieht den blöden Cousin den man garnicht mag, aber ihn trotzdem freundlich grüßt. Die Großmutter, die einen nicht ernst nimmt und man sie trotzdem gern hat. Den Onkel, den man bewundert und respektiert. Die Tante die einem auf die Nerven geht, aber auch sie bekommt eine Umarmung. Warum?

Ganz einfach: Weil sie zu der Familie gehören.

Familie ist für mich ein dehnbarer Begriff. 

Ist der Mann, der mich gezeugt hat, mein Vater?

Ist die Frau, die meinen Onkel heiratet, meine Tante?

Nein. In meinem Fall nicht.

Sind die Menschen, mit denen ich ein Jahr lang, mehr Zeit verbrachte habe, als mit den Menschen die ich davor kannte und liebte, oder meine Blutsverwandten, meine Familie?

Ja. In meinem Fall schon. JEDER EINZELNE.

Jedes Mitglied der Gruppe, ist heute in Teil von mir.

Zurück zur Geschichte:

Ich lief. Meine Emotionen trieben mich.

Ich hatte keinen Atem mehr, doch ich lief.

Als ich ankam, blieb ich erst hinter einer Säule stehen und verschnaufte. Ich versuchte zu verstehen was mit mir los war, doch ich konnte es nicht.

Ich ging durch die Tür und sah sie:

Alle saßen gemeinsam an einem Tisch, aßen, tranken, redeten,  feierten und freuten sich. Und da war ein leerer Stuhl.

Ich begrüßte alle, und dann sagte einer: "Komm her, setz dich."

Ich saß mich hin und hatte das Gefühl nie weg gewesen zu sein. Mir wurden Fragen gestellt. Ich stellte Fragen. Wir teilten Geschichten und Erzählungen, schwelgten in den Erinnerungen an vergangene Ereignisse.

Diese warme Aufnahme wärmte mein Herz.

An dieser Stelle möchte ich euch danken.

Danke für jedes Wort.

Danke für jede Gestik.

Danke für jede Mimik.

Danke für jedes gemeinsame Ereigniss.

Danke für jedes Gespräch.

Danke für jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde die ich mit euch verbracht habe.

Danke für jeden einzelnen von euch.

Ich gratuliere euch allen zur bestandenen Prüfung, und wünsche euch viel Erfolg in der Zukunft. Und ich hoffe, dass unsere Wege sich niemals trennen werden. 

Doch das befürchte ich, ist Utopie...

 

 Mein Song für euch:

 The Rembrandts - I'll be there for you

I'll be there for you, cause you where for me too ...

 

 

1 Kommentar 19.10.10 20:56, kommentieren

Der erste Schritt ...

... ist bekanntlich der schwerste. Oder?

 Ich habe diese Meinung lange vertreten, doch mittlerweile denke ich das eine Konstanz zu halten schwerer ist als den ersten Punkt zu setzen.

Stellt euch vor:

Ihr hinterlasst einen Eindruck. Man hat Erwartungen. Man hat Hoffnungen.

Nun soll man dessen gerecht werden. Man muss den Eindruck bestehen lassen. Man muss Erwartungen erfüllen. Man muss Hoffnungen am Leben erhalten.

Also ist es der eine Moment, die eine Begegnung, der eine Kontakt oder der Rest?

 

Wie komme ich überhaupt zum Schreiben?

Ein Weg wäre langweillig, wenn er keine Kurven hätte. - M.L.

Ich habe in meinem Leben, trotz meiner jungen Jahre, schon genügend Fehler gemacht. Mehr als genug. Doch all diese Wege haben mich hierher gebracht. Wo ist hier?

Die meisten Menschen haben mit 20 eine fertige Ausbildung. Ich nicht. Noch nicht.

Ich hatte nie so richtige Ziele.

Ich mache zurzeit die Berufsmatura in den Fächern: Deutsch, Englisch, Mathemathik, Eventmanagement und Medieninformatik.

Die Berufsmatura setzt eine abgeschlossene  Lehre vorraus. Ich habe eine Lehre beendet. Ich bin gelernter Bürokaufmann. Bürokaufmann auf Umwegen.

Ich habe nie so richtig gewusst was ich will. Ich habe viele Schulen gewechselt. Ich war in drei Volksschulen und in zwei Gymnasien sowie in zwei Hauptschulen. Die dritte Klasse habe ich wiederholt. Latein. Ich dachte immer ich wäre nicht sprachbegabt. Ich war einfach nur faul. Sehr faul.

Dannach war ich in einer Tourismusschule. Ein Jahr. Ich habe Erfahrungen im Bereich Gastronomie gesammelt, und bin dafür dankbar, doch ich möchte nie wieder in der Gastronomie arbeiten.

Nach meinem Abbruch habe ich meine Lehre angefangen. Diese habe ich nach 16 Monaten wieder abgebrochen.

Wieso?

Ich war faul. Sehr faul. Ich war pubertär. Sehr pubertär.

Dann habe ich mich über ein Jahr irgendwie über Wasser gehalten und nichts getan.

Ich wollte wieder Arbeit suchen, doch ich war zu faul. Viel zu faul.

Dann hatte ich Glück. Das AMS hat eine Intensivausbildung am bfi veranstaltet und dafür 20 Teilnehmer gesucht. Jeder Anwärter musste einen Test schreiben und ein persönliches Gespräch führen. Es gab knapp 60 Anwärter. Ich war einer der glücklichen 20.

Ich hatte einen tollen Trainer. Einen Trainer der mein Potenzial gesehen hat. Ein Trainer der gewusst hat was er tut. Ich habe ihn sehr respektiert, und er hat mir wichtige Sachen für mein Leben beigebracht. Der Kurs hätte im Oktober geendet. Die Berufsmatura (die ich zwar immer im Auge hatte, aber aus Angst vor dem Scheitern nicht allzu wahr genommen habe) begann im September.

Der Oktober ist nach dem September. Ich musste eine Entscheidung treffen. Den Kurs beenden, meine Lehrabschlussprüfung normal machen, und dann einen Job suchen oder den Kurs abbrechen, die Lehrabschlussprüfung auf eigene Faust machen, die Eintiegstests für die Berufsmatura bestehen und die Berufsmatura zu machen. Kopf oder Zahl? Save oder Risiko?

Ich entschied mich für Risiko. Ich hab mich für die Lehrabschlussprüfung angemeldet. Ich habe den Kurs am bfi abgebrochen. Ich hatte keine Optionen. Als ich ging, hat mich mein Trainer umarmt und mir ins Ohr geflüstert:"Wehe du schaffst die Lehrabschlussprüfung nicht." Ich versprach ihm nicht zu Scheitern. Ein Versprechen und somit eine Last mehr auf meinem Rücken, die ich zu tragen hatte.

Ich habe mein Versprechen gehalten. 

Dann kamen die Eintiegstests.

Deutsch - okay.

Englisch - okay.

Mathemathik - Scheisse.

Ich war nie ein Mathemathiktalent. Aber es hat gereicht.

Am 13. September habe ich die Berufsmatura begonnen.

10 Monate Zeit den Stoff von 4 Jahren AHS - Oberstufe unter einen Hut zu bringen. Klingt schwer, ist es auch.

 Also: Wie komme ich überhaupt zum Schreiben?

Mein Deutschlehrer gab uns als Aufgabe einen literarischen Text zu dem Thema "Wie man leben soll" zu schreiben.

Mein Text hat ihn davon überzeugt, dass ich ein Talent dafür haben könnte, und er fragte mich ob ich gerne Schreiben würde.

Ich hatte nie so richtige Ziele. Doch nun hatte ich eine Option.

Mit Schreiben kann man vieles Erreichen. Und damit meine ich nicht nur Geld und Ruhm. Ich meine viel eher seelische Erleichterung.

Also versuche ich es. Ich werde versuchen regelmäßig Blogs zu verfassen. Ich werde versuchen Leser zu finden. Ich werde versuchen Ziele zu finden.

 

Focus on.

17.10.10 21:41, kommentieren


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